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Stand: 23.08.2019

Pressemitteilung

Dem Wein zu Ehren in geselliger Runde gefeiert

Die Weinprinzessin Margarethe I. wird gekröntWeinprinzessin Margarethe I. wird von Einrichtungsleiterin Annette Schenk gekrönt. Maria Hirsch / Caritasverband für die Diözese Speyer

Mit einem dreistündigen vergnüglichen Weinfest wurde am Montag die diesjährige "Pfälzer Woche" im Caritas-Altenzentrum St. Elisabeth in Germersheim eröffnet. Und dabei zum ersten Mal eine Weinkönigin gekrönt. Die Hoheit des Lisbethauses heißt Margarete I. und beeindruckte mit rosafarbenem Diadem und einem Weinstock als Zepter. Über 50 Teilnehmer erhoben mit ihr in der Cafeteria das Glas und sangen und schunkelten zu fidelen Klängen. Sie lobten einstimmig: "Wunderbar, was uns hier geboten wird."

Die von den Bewohnern selbst gebastelte Herbstdeko aus Weinblättern und Trauben sorgte fürs passende Ambiente im Saal, in dem die Leiterin der Einrichtung, Annette Schenk, begrüßte. Sie freute sich über die große Gästeschar zum Auftakt der diesjährigen "Pfälzer Woche", kündigte die Besonderheit des Tages, die erste Krönung einer Weinkönigin in St. Elisabeth an, und dankte allen an der Vorbereitung Beteiligten, besonders Sozialdienstleiterin Kirstin Fischer für die Organisation. Sie hob mit einem Vierzeiler von Shakespeare auf die Bedeutung des Weins ab, der, wenn man ihn gut trinke, für guten Schlaf sorge, man "nicht sündigt" und "selig wird". Im Laufe der kurzweiligen, humorvollen Veranstaltung war weiter zu erfahren, dass Wein die "Nachtigall unter den Getränken" sei (Voltaire), sowie "Poesie in Flaschen" (Stevenson), und als die "Milch der Alten" (deutsches Sprichwort) bezeichnet wird. 

Eingangs hatte der hauseigene Chor unter der Leitung von Doris Theobald und Manuela Werner das "Lisbeth-Lied" angestimmt, Musiker Franz Roth sorgte mit dem "Pfälzer Wind"-Lied für die erste Schunkelrunde und es stellte sich das Moderationsduo Sabrina Höhne und Manuela Werner vor. In großer Spannung, bei flotten Pfälzer Klängen und unter Applaus fuhr schließlich die Hoheit zur Krö-nungszeremonie ein, die nur ihren Vornamen Margarete preisgibt. 

Leiterin Schenk sprach von "der Ehre, die erste Weinkönigin des Lisbethauses zu Germersheim krönen zu dürfen". Sie setzte der strahlenden Hoheit, Margarete I., ein rosarotes Diadem aufs Haupt, und reichte ihr, assistiert vom Moderationsteam, einen knorrigen Weinstock als Zepter. Sie wünschte ihr "eine angenehme und erfolgreiche Regentschaft" und unterstrich, als die Weinkönigin ihr Glas erhob, dass im Wein Wahrheit liege "In Vino Veritas". Sie freue sich auf ihr Amt, sagte Margarete I., die verriet, dass sie zwar aus keinem Weingut, aber von einem Bauernhof stamme, und somit "der Natur und den Reben in der schönen Pfalz sehr verbunden ist". 

Sozialdienstleiterin und Bewohnerinnen singenBei den bekannten und beliebten Liedern stimmen die Bewohnerinnen und Sozialdienstleiterin Kirstin Fischer gerne ein. Maria Hirsch / Caritasverband für die Diözese Speyer

Auf die kräftig beklatschte Zeremonie folgten den Bewohnern bekannte Lieder, wie "Rote Lippen soll man küssen", "Marina, Marina", "Marmor, Stein und Eisen bricht", "Mei Mudder hod en Gutselstand", "Trink, Brüderlein, trink" und ähnliche mehr, die von Musiker Roth so gelungen dargeboten wurden, dass die Bewohner am Tisch mit den Füßen wippten, die Hände im Takt bewegten, später bunte Tücher schwenkten und vereinzelt sogar tanzten. 

Zur Mittagszeit hatten die rührigen Betreuungskräfte beim Kredenzen von Riesling, Schorle und Traubensaft - zu Saumagen, Sauerkraut und Kartoffelbrei - alle Hände voll zu tun. Bevor Margarete I. zusammen mit Manuela Werner das humorige, selbstgedichtete Lied "A Gläsje Milde, a Gläsje Herwe" (zur Melodie von "Ein bisschen Frieden") zum Besten gaben und dabei die Gäste den Refrain "Oh wie guuud der Roode dut, ach, wie schwenk ich meer die Schnut" mitsingen ließen. 

Manuela Werner hob auch zum lauschigen Weingedicht "Zwiwwelkuche un neie Woi" an, bevor sich die Bewohnerinnen und Bewohner bei weiteren Schunkelrunden und beim "Prosit der Gemütlichkeit" amüsierten. Es sei "wunderbar, was uns hier geboten wird", befanden Elisabeth Kern aus Sondernheim und eine Tischnachbarin, die lange in Frankreich lebte. Die Frauen schwärmten auch von anderen Festen im Lisbethaus wie dem Patronatsfest, oder von Fasching mit eigenem Prinzenpaar. Beide hatten auch fleißig beim Dekobasteln zum Weinfest mitgeholfen und freuten sich nun über das Lob auf die Kreationen.

Sozialdiensleiterin Kirstin Fischer hob die Bedeutung der Feste hervor: "Auch im Alter ist Geselligkeit sehr wichtig". Jeder kenne die Pfälzer Weinfeste, auch die badischen Bewohner freuten sich darauf. "Wir wohnen in der Pfalz und wir lieben sie", bekundete die Sozialdienstleiterin. Feste wie die se seien für die Bewohner "ein Stück Heimatverbundenheit". Die diesjährige "Pfälzer Woche" sah für Dienstag, eine Pfalzrundfahrt vor, und für Mittwoch einen Besuch im Apfelhof Zapf, Kandel. Am Donnerstag wurde gemeinsam Apfelkuchen gebacken und am Freitag lockt die Burg Landeck in Klingenmünster. Die Befragten, die bei den Touren im rollstuhlgerecht ausgestatteten Bus an viel Vertrautes von früher anknüpfen können, freuen sich schon sehr auf die Ausflüge und Erlebnisse.

Text und Fotos: Maria Hirsch für den Caritasverband für die Diözese Speyer