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Stand: 18.04.2016

Pressemitteilung

Schöne Aufgabe im Treffpunkt für Alt und Jung

Brunhilde Theil im EhrenamtBewirtet die Gäste in der Cafeteria in St. Elisabeth: Brunhilde Theil (zweite von links) und Sozialdienstleiterin Kirstin Fischer mit einer Besucherin sowie Leiterin Annette Schenk (links). Foto: Christine Kraus / Caritasverband Speyer

"Es macht mir so viel Freude und Spaß und ich werde dieses Ehrenamt ausführen, solange ich es irgendwie kann", sagt Brunhilde Theil. Die 76-jährige ist eine von fünf Ehrenamtlichen, die die Caféteria im Caritas Altenzentrum St. Elisabeth in Germersheim betreuen. Jeden Dienstagnachmittag verkauft sie mit einer Kollegin von 14.30 bis 17 Uhr Kaffee und Kuchen und kümmert sich liebevoll um die Bewohner. Doch die Zahl der Ehrenamtlichen hat in den letzten Jahren stark abgenommen und die Einrichtung würde sich sehr über Zuwachs in diesem Bereich freuen.

Früher hatte die Caféteria jeden Tag geöffnet, dann fielen nach und nach Tage weg, weil mehrere Ehrenamtliche altersbedingt aufhören mussten. Inzwischen ist dieser wichtige Ort der Begegnung nur noch Dienstag, Donnerstag, Freitag und einmal pro Monat auch am Wochenende geöffnet. "Unser Ziel ist es, die Bewohner und ihre Gäste wieder jeden Tag bewirten zu können", sagt Annette Schenk, die Leiterin des Altenzentrums. Das sei aber nur mit Hilfe von Ehrenamtlichen möglich, denn mit dem Verkauf von Speisen und Getränken soll kein Gewinn erwirtschaftet werden und deswegen können auch keine Mitarbeiter für diesen Dienst angestellt werden.

"Die Caféteria ist unser Herzstück, hier trifft sich Alt und Jung, Bewohner mit Gästen. Wir haben eine große Auswahl an wirklich guten Kuchen, im Sommer kann man die schöne Terrasse im Garten mit nutzen." Sozialdienstleiterin Kirstin Fischer gerät richtig ins Schwärmen, wenn sie von der Caféteria erzählt. "Hier gibt es den besten Espresso. Das sagt zumindest mein Sohn, wenn er wieder einmal zu Besuch ist", bestätigt auch Brunhilde Theil.

Sie ist die dienstälteste Ehrenamtliche in der Caféteria in St. Elisabeth.  "Ich habe 1983 hier angefangen. Da kam meine erste Tante als Bewohnerin in die Einrichtung", erzählt sie. Später kam eine weitere Tante hinzu. Beide Tanten leben längst nicht mehr, aber Brunhilde Theil ist geblieben, weil es ihr so gut gefallen hat. Sie habe hier alles schon mitgemacht: bei Rollstuhlausfahrten geholfen, den Bewohnern vorgelesen, mit einzelnen Spaziergänge unternommen, bei Gruppenaktivitäten mitgemacht. Immer wieder springt auch ihr Ehemann Ludwig oder sogar Sohn Peter mit ein, beispielsweise beim Dämmerschoppen. Die Ehrenamtlichen unter sich würden sich gut verstehen und absprechen. Wenn mal eine verhindert ist, dann hilft eine andere aus.

Wichtig ist Brunhilde Theil der persönliche Kontakt zu den Bewohnern. "Ich kenne sie alle mit Namen und ich weiß, was sie gerne möchten oder auch, was sie nicht essen dürfen", erklärt sie. Diese Kontinuität ist auch Annette Schenk wichtig. Deswegen sind es auch immer die gleichen Ehrenamtlichen, die an den verschiedenen Wochentagen Dienst haben. "Es soll aber keine Verpflichtung sein", betont Schenk, der bewusst ist, wie wertvoll die Mitarbeit der Ehrenamtlichen ist.

Zwar würde die Einrichtung den Bewohnern selbst viel anbieten, aber ohne die Mitarbeit von Ehrenamtlichen wäre einiges nicht möglich.  Sie legt Wert darauf, keinen Unterschied zwischen Ehrenamtlichen und die Mitarbeitern zu machen. Sie würden zu allen Veranstaltungen mit eingeladen, bekämen genauso Geburtstagsgeschenke.

Insgesamt rund 20 Ehrenamtliche - Männer und Frauen - engagieren sich in St. Elisabeth. Sie sind zwischen Ende 40 und Mitte 80 Jahre alt. Sie helfen bei Festen und Veranstaltungen, begleiten kulturelle Angebote, kümmern sich um einzelne Bewohner oder helfen eben in der Caféteria. Vor einigen Jahren seien es noch zehn Personen mehr gewesen, aber auch die Ehrenamtlichen seien in die Jahre gekommen, erklärt Fischer. Viele der Germersheimer Bewohner kennen die Ehrenamtlichen noch von früher. Das Team von St. Elisabeth würde sich sehr über neue Ehrenamtliche Mitarbeiter freuen. Gerne kann auch erst einmal "geschnuppert" werden. "Es ist wirklich eine schöne Aufgabe", sagt Brunhilde Theil die sich sicher ist: "Später wohne ich mal hier."

Kontakt: Kirstin Fischer, Sozialdienstleitung, Reduitstraße 1, 76726 Germersheim. Telefon 07274-94711160. Email: kirstin.fischer@cbs-speyer. de

Text und Bilder: Christine Kraus für den Caritasverband für die Diözese Speyer