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Stand: 23.08.2019

Pressemitteilung

Sommerfest mit bunter Jahrmarkt-Atmosphäre

Sommerfest mit SüßigkeitenPopcorn und andere Süßigkeiten dürfen beim Sommerfest natürlich nicht fehlen. Christine Kraus / Caritasverband für die Diözese Speyer

"Dieses Jahr lassen wir es krachen", sagt Einrichtungsleiterin Annette Schenk. "Bunt sollte es werden, süß und sauer und saftig, mit Musik und allem drum und dran", beschreibt Kirstin Fischer, die Leiterin des Sozialdienstes die Ideenfindung. Alle Sinne sollten angesprochen werden. Die Bewohner sollten etwas zum Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Mitmachen geboten bekommen. So sei man auf das Thema Jahrmarkt gekommen.

Schon von draußen ist die Drehorgelmusik aus dem Garten zu hören. Noch sind die Bewohner alle beim Mittagessen. Cafeteria und Garten sind liebevoll und bunt dekoriert. Es gibt Gegrilltes mit verschiedenen Salaten. "Es schmeckt sehr gut, ich bin schon bei der zweiten Portion", erklärt Jakob Erlemann, der Vorsitzende des Heimbeirates. Er sitzt an einem Tisch unter einem großen Nussbaum und blickt in den Himmel. "Das Wetter ist auch wunderbar."

Nach dem Mittagessen erwacht das Leben an den historischen Jahrmarktständen. Es scheppert, wenn wieder einer der Bewohner mit dem großen Softball die zur Pyramide aufgestellten Dosen zum Einstürzen bringt. Nebenan duftet es ganz verführerisch. Hier wird frisches Popcorn zubereitet, Schaumwaffeln und Süßigkeiten sind aufgetürmt. Die Bewohner suchen sich aus, was sie gerne mitnehmen möchten, Hunger hat im Moment keiner mehr so recht. "Viele freuen sich, wenn sie dann ihren Kindern und Enkeln beim nächsten Besuch etwas schenken können", erklärt Kirstin Fischer.

Drehorgelmusik und ein TänzchenIngrid Gerach an der Drehorgel und ihr Mann Gerhard am Akkordeon spielen zum Tanz auf, und Mitarbeiter Samer Samer Alhalabi legt mit Bewohnerin Adelheid Lazar ein Tänzchen aufs Parkett.Christine Kraus / Caritasverband für die Diözese Speyer

Ein paar Meter weiter hat sich Bewohnerin Adelheid Lazar zum Drehorgelteam Ingrid und Gerhard Gerach gesellt. Die Seniorin krault das Plüsch-Äffchen auf dem Drehorgelkasten am Kinn und freut sich schon auf die Musik. Als die beiden Musiker mit Akkordeon und Drehorgel loslegen, juckt es der Seniorin sichtlich in den Füßen.  In Samer Alhalabi von der sozialen Betreuung findet sie ihren Tanzpartner, zusammen legen die beiden ein Tänzchen aufs Parkett. Drinnen aus der Cafeteria hört man einige Bewohner im Takt mitklatschen.

Die Musik weckt auch bei Bewohnerin Franziska Wink Erinnerungen. Sie selbst hat früher ebenfalls Akkordeon gespielt, erklärt sie und fängt mit Gerhard Gerach an zu fachsimpeln über das Instrument. "Ich spiele schon lange nicht mehr", sagt sie später leise, "aber vielleicht ziehe ich es doch wieder mal vor und spiele alte Schlager. Die, die man heute nicht mehr hört."

Im Foyer vor der Cafeteria hat die geheimnisvolle Wahrsagerin "Madame M" Walter Kaiser auf einen Sessel vor ihrem Zelt gezogen. Sie streicht über die leuchtende und blitzende Glaskugel und fragt Walter Kaiser, ob sie ihm die große Liebe prophezeien soll. "Nee", sagt der trocken, "die ist vorbei." Lässt sich dann aber doch von Madame M noch aus der Hand lesen.

Sommerfest mit Luftballon-HerzenStrahlen um die Wette durch das Luftballonherz: Bewohnerin Gisela Schilling Arm in Arm mit ihrem Schatz Kurt Bohlinger.Christine Kraus / Caritasverband für die Diözese Speyer

Luftballon- und Zauberkünstler Reiner Fröhling zieht inzwischen von Tisch zu Tisch und zaubert im Nu Tiere, Blumen und Herzen aus Luftballonschläuchen. Bewohnerin Gisela Schilling nimmt ihren Schatz Kurt Bohlinger in den Arm und beide gucken verliebt durch ein rotes Luftballonherz. Danach gibt´s ein Küsschen vor Publikum. Jakob Erlemann nutzt einen Moment der Unaufmerksamkeit, schnappt sich ein Herz und überreicht es der Dame seiner Wahl, einer Mitarbeiterin der sozialen Betreuung.

Am Nebentisch hat Reiner Fröhling angefangen, Zaubertricks vorzuführen. Sandra Kühner, die auf Besuch bei ihrer Mutter im Altenzentrum ist, versucht den Trick zu durchschauen, aber es will nicht klappen, den Würfel an einer Schnur im Fall zu stoppen. Dabei sieht das so einfach aus. Irgendwann gibt sie auf. Aber das Fest gefalle ihr trotzdem sehr gut, erzählt sie.

Annette Schenk, Kirstin Fischer und Jakob Erlemann sitzen im Garten und freuen sich über das bunte Treiben und darüber, dass die Bewohner so lange dabeibleiben und aktiv teilnehmen. Nur eines fehlt Jakob Erlemann, wie er scherzhaft anbringt: "Die Hüpfburg. Ich wäre auch gehüpft", sagt er lachend.

Für die Mitarbeiter hat es auch schon ein Fest gegeben, denn die hatten einen ganz besonderen Grund zum Feiern: eine sehr gute Beurteilung nach der Begutachtung des MDK

 

Text und Foto: Christine Kraus für den Caritasverband für die Diözese Speyer